Umwelt + Grünes

Aussichtsplattformen im Landschaftspark Belvedere

Medienspektakel um Aussichtsplattformen im Landschaftspark Belvedere

 

Text: Hildegard Jahn-Schnelle

Fotos: Ute Prang

 

Beitrag: BlickPunkt 24

Aktion: Eine eigene Bank im Landschaftspark

Als Türme im Niemandsland, teure Stahlmonster und Beispiele für Steuerverschwendung gerieten die neuen Aussichtplattformen im Landschaftspark Belvedere noch vor ihrer Fertigstellung Anfang dieses Jahres in die Kritik der Öffentlichkeit. In einseitigen, verkürzten Beiträgen stellten Fernsehen und Presse ihren Sinn und Zweck infrage, ohne über die Hintergründe der Planung aufzuklären. In Interviews und Leserbriefen kamen zufällig Vorbeikommende zu Wort, die nichts über den Gesamtzusammenhang wussten.

Freude über gelungenes Projekt

Unsere Plattformen sind Teil eines einmaligen Projektes, des Landschaftsparks Belvedere, und können nicht isoliert beurteilt, sondern nur im Gesamtzusammenhang richtig gesehen und bewertet werden. Belvedere bedeutet schöne Aussicht. Deshalb sind die Plattformen, auch „Belvederes“ genannt, in dem rund 300 Hektar großen Gelände des Landschaftsparks wesentliche Gestaltungselemente, Erkennungsmerkmale und besondere Anziehungspunkte für Besucher.
Alle, vor allem auch Kinder und Jugendliche, können von dort den herrlichen Rundblick über die umliegenden bewirtschafteten Felder und die dazwischenliegenden Blühstreifen mit Wildblumen und bunten Feldrainen bis hin zum Dom genießen – besonders eindrucksvoll von der größten Plattform aus, dem „Domblick“, mit 8,60 Metern Höhe. Die Wahrnehmung der abwechslungsreichen Kulturlandschaft wird langfristig einzigartig sein, weil landwirtschaftlich genutzte Flächen mehr und mehr aus dem städtischen Raum verschwinden und der Bebauung weichen. Die niedrigste Plattform ist übrigens mit einer Rampe versehen, so können auch Behinderte die Landschaft einmal aus anderer Perspektive betrachten.

Die Übersicht über die Landschaft über Bäume hinweg bis hin zum Stadtzentrum verdankt der Landschaftspark Belvedere seiner erhöhten Lage auf der Mittelterrasse des Rheintales, die sich mit einem Niveauunterschied von bis zu zwölf Metern über der Niederterrasse erhebt. Über die erdgeschichtlichen Hintergründe der Entstehung dieses Geländesprungs, auch über Wissenswertes zu Natur und Umwelt geben Infotafeln an den Plattformen Auskunft gemäß dem Motto: Man sieht nur, was man weiß. So kann Landschaft auf neue Weise wahrgenommen und bewusst erlebt werden.
Natürlich stellt sich die Frage, ob angesichts knapper Kassen der finanzielle Aufwand für die Aussichtsplattformen gerechtfertigt ist. Kostengründe haben denn auch eine wesentliche Rolle gespielt bei der Planung und dazu geführt, auf aufwändige Umgestaltungen zu verzichten und die vorhandene Kulturlandschaft weitgehend zu erhalten, lediglich ergänzt durch die Belvederes, moderate Neupflanzungen in den Randbereichen und Erweiterung beziehungsweise Sanierung des Wegesystems. Die Gesamtkosten belaufen sich im Ergebnis auf 1,25 Millionen Euro, rund 17 Prozent davon entfallen auf die Aussichtsplattformen.

Die Übersicht über die Landschaft über Bäume hinweg bis hin zum Stadtzentrum verdankt der Landschaftspark Belvedere seiner erhöhten Lage auf der Mittelterrasse des Rheintales, die sich mit einem Niveauunterschied von bis zu zwölf Metern über der Niederterrasse erhebt. Über die erdgeschichtlichen Hintergründe der Entstehung dieses Geländesprungs, auch über Wissenswertes zu Natur und Umwelt geben Infotafeln an den Plattformen Auskunft gemäß dem Motto: Man sieht nur, was man weiß. So kann Landschaft auf neue Weise wahrgenommen und bewusst erlebt werden.
Natürlich stellt sich die Frage, ob angesichts knapper Kassen der finanzielle Aufwand für die Aussichtsplattformen gerechtfertigt ist. Kostengründe haben denn auch eine wesentliche Rolle gespielt bei der Planung und dazu geführt, auf aufwändige Umgestaltungen zu verzichten und die vorhandene Kulturlandschaft weitgehend zu erhalten, lediglich ergänzt durch die Belvederes, moderate Neupflanzungen in den Randbereichen und Erweiterung beziehungsweise Sanierung des Wegesystems. Die Gesamtkosten belaufen sich im Ergebnis auf 1,25 Millionen Euro, rund 17 Prozent davon entfallen auf die Aussichtsplattformen.

Der Bürgerverein ist froh und glücklich über den gelungenen Lückenschluss im Äußeren Grüngürtel. Bürger, Politik und Verwaltung haben hierfür über viele Jahre konstruktiv zusammengearbeitet. Mit der Eröffnung in diesem Frühjahr kommt das Projekt zum vorläufigen Abschluss. Aber es wird als grüne Oase, als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, als Erholungsgebiet für Menschen aller Altersgruppen auch zukünftig unserer Fürsorge bedürfen. Es gibt noch viele offene Wünsche wie etwa weitere Ergänzungen des Wegesystems und der Pflanzungen, schön wäre ein Lärmschutz hin zur Autobahn.
Vielleicht aber fangen wir bei den fehlenden Bänken an. Die Kölner Grün Stiftung unterstützt das Projekt und hat bereits die Spende einer Bank zugesagt. Weitere Spenden sind sehr willkommen. Mehr dazu erfahren Sie im Spendenaufruf der Kölner Grün Stiftung.

Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V.
Kirchenhof 4
50933 Köln

 

T 0221 - 49 56 16

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