Vier-Türme-Tour

Landschaftspark Belvedere

Karte: Stadt Köln, Amt für Liegenschaften

Fotos: Ute Prang

weiteres Foto: Daniel Pettersson-Wikipedia (Feldlerche)

Der Landschaftspark Belvedere ist der jüngste Teil des Äußeren Grüngürtels. Diesen hat der damalige Oberbürgermeister Konrad Adenauer in den
1920er Jahren auf dem Gelände des ehemaligen Preußischen Festungsrings rund um Köln anlegen lassen. Hier blieb allerdings eine offene Stelle, die erst 2014 mit dem Park geschlossen werden konnte. Die Idee für den Lückenschluss hatten engagierte Bürger, die sich seit 2002 für die Vollendung des Äußeren Grüngürtels einsetzten. Sie erreichten mit politischer Unterstützung schließlich, dass ihr Projekt als Teil der Regionale 2010 mit öffentlichen Mitteln verwirklicht werden konnte.

Der Landschaftspark Belvedere erstreckt sich über eine Fläche von rund 300 Hektar von der Autobahn A 1 im Westen bis zum Militärring im Osten, der Bahnlinie Köln-Aachen im Süden bis zum WDR-Gelände in Bocklemünd im Norden. Bei der Namensgebung stand der am südlichen Ende des Parks gelegene Bahnhof Belvedere e Pate.

Gestaltung und Nutzung

Gründungseiche am Gregor-Mendel-Ring

Der Landschaftspark Belvedere wird begrenzt durch einen üppigen, vielerorts erweiterten Waldrahmen. Die Fläche im Innenbereich (rund 150 Hektar) wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Dort gedeihen auf fruchtbaren Lössböden vor allem Mais, Raps, Zuckerrüben, Winterweizen und Wintergerste. Inmitten der Felder liegt das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung h, daneben das Gut Vogelsang i, das die Felder im Auftrag des Instituts bewirtschaftet.

 

Ein ausgedehntes Wegesystem durch Wald, Wiesen und Felder dient als Erlebnisraum für Erho-lungssuchende. Die Wege sind halbseitig asphaltiert, um den Park auch für Fahrrad-, Rollstuhlfahrer und Skater attraktiv zu machen.
Die vier Aussichtstürme, die sogenannten „Belvederes“ (schöne Aussicht) eröffnen reizvolle Blicke auf Landschaft und Stadtsilhouette. Die „Belvederes” entsprechen dem Leitmotiv des Parks. Sie fanden beim Wettbewerb für die Gestaltung des Parks die Zustimmung aller am Planungsverfahren beteiligten Vertreter von Bürgern, Bürgergruppen, Politik und Verwaltung.

Blühstreifen

Im Park sieht man eigens angelegte Blühstreifen entlang und inmitten der Äcker. Dort werden blühfreudige Wildkräutermischungen möglichst regionaler Herkunft eingesät wie z.B. die gemeine Schafgarbe, die Kornblume oder der Klatschmohn. Diese Blühstreifen bilden einen farbigen Übergang zwischen intensiv bewirtschafteten landwirtschaftlichen Flächen, Wegen und Gehölzen.
Sie sollen als Lebensraum für Vögel, Insekten, Spinnen und Säugetiere die ökologische Vielfalt fördern, Bodenerosionen verringern und zu
einem abwechslungsreichen Landschaftsbild beitragen.

Vogelwelt

Feldlerche

Der Landschaftspark Belvedere ist Lebensraum für mehr als 40 Vogelarten, darunter gefährdete Arten wie beispielsweise Rebhuhn, Kiebitz und Feldlerche. Die meisten brüten hier auch, wenige kommen nur zur Nahrungssuche. Zum Schutz der Feldlerchen werden im Park „Lerchenfenster“ angelegt, rund 20 Quadratmeter große Fehlstellen im Acker, die den Lerchen Ruhe zur Aufzucht der Jungen bietet.
Vom Schaugarten k angezogen werden Ringeltaube, Grün- und Distelfink. Der Bussard geht hier auf Mäusejagd. Abends machen Mauersegler den Fledermäusen Platz, man hört den Waldkauz und kann ihn mit Glück im Überflug beobachten.

Vier-Türme-Tour:

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