Ferkehr | Umbau/Neubau der Verkehrsknoten am Militärring

Langerwartete Offenlage

Über den geplanten Kreisverkehr am Straßendreieck Stolberger Straße/Vitalisstraße/Wendelinstraße wird der Verkehrsteilnehmer zukünftig
direkt zum neuen Militärring geleitet.

 

Die Verkehrströme von Norden müssen weiterhin die Ausfahrt an der Widdersdorf Straße nutzen, um in die Gewerbegebiete Braunsfeld, Müngersdorf, Ehrenfeld zu gelangen.

 

Die Anbindung ist als Dreiviertelanschluss geplant, d.h. dort kann man in beiden Richtungen auf den neuen Militärring auffahren, abfahren aber nur, wenn man von Süden kommt, z.B. von der Aachener Straße.

Text: Hildegard Jahn-Schnelle

Karte: Stadt Köln

Beitrag aus BlickPunkt 29

 

Vor mehr als zehn Jahren, vielleicht erinnern Sie sich, hat der Bürgerverein mit dem Verkehrsplaner Peter Gwiasda ein Verkehrskonzept erarbeitet, das Müngersdorfer Wohnstraßen vom Durchgangsverkehr entlasten und zugleich die Erreichbarkeit der Gewerbegebiete Müngersdorf, Braunsfeld, Ehrenfeld verbessern sollte.
Das Konzept wurde nach ausgiebigen Diskussionen mit Braunsfelder Bürgern und Vertretern der Wirtschaft im Rahmenplanungsgebiet erweitert um die Forderung nach einem Dreiviertelanschluss der Stolberger Straße an den neuen Militärring. Es fand die Zustimmung des Rahmenplanungsbeirates und wurde schließlich im Winter 2007/08 von der Bezirksvertretung und vom Rat der Stadt Köln beschlossen.
Endlich nach jahrelangem Warten, wir hatten die Hoffnung auf Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen beinahe aufgegeben, wurde im August dieses Jahres im Amtsblatt überraschend die Offenlage zum Planfeststellungsverfahren für Umbau beziehungsweise Neuanlage der Knotenpunkte in Müngersdorf bekanntgegeben.
Bei Durchsicht der Unterlagen stellten wir fest, dass die Detailplanungen der Stadt im Wesentlichen die Maßnahmen enthielten, die wir vorgeschlagen hatten. Hierzu zählen der Anschluss der Stolberger Straße an den neuen Militärring und begleitende Maßnahmen am Knoten Aachener Straße/Militärring wie zum Beispiel die Verlegung des Linksabbiegers von der Aachener Straße in den Alten Militärring zur Auffahrt am neuen Militärring und die Fertigstellung der Nordwestrampe vom neuen Militärring auf die Aachener Straße. Damit sollten die Verkehrsströme von und nach Westen auf den neuen Militärring gelenkt und Müngersdorf entlastet werden.


Noch Mängel
Daneben fanden wir aber auch Mängel in der städtischen Planung, die dringend der Korrektur bedürfen. Und zwar ist einmal die Führung des Radweges vom geplanten Kreisverkehr am Straßendreieck Stolberger Straße/Vitalisstraße/Wendelinstraße nach Müngersdorf noch nicht optimal. Die Radspur beginnt am Kreisverkehr in der Mitte der Fahrbahn der Wendelinstraße und führt auf dem kurzen Stück bis zur Abbiegung zum neuen Militärring zu einer unübersichtlichen Verflechtungssituation mit erhöhter Unfallgefahr. Hier muss eine bessere Lösung gefunden werden. Wir haben in unserer Stellungnahme dazu einen von Peter Gwiasda ausgearbeiteten Vorschlag gemacht.
Der zweite festgestellte Mangel ist so gravierend, dass er Ziel und Zweck des umfangreichen Verkehrsprojektes insgesamt infrage stellt. Denn in der städtischen Planung bleibt der ampelfreie Rechtsabbieger vom Alten Militärring in die Aachener Straße erhalten, der nach unserem Konzept unbedingt entfallen muss. Als Folge davon wäre der Alte Militärring, trotz Anschlusses der Stolberger Straße, weiterhin eine attraktive Alternative für die Verkehrsströme in westliche Richtung. Es gäbe hier nur eine Ampel, während bei der Umfahrung über den neuen Militärring zwei Ampeln in Kauf zu nehmen wären. So jedenfalls kann das Ziel, Müngersdorf vom Durchgangsverkehr zu befreien, nicht erreicht werden.
Der Bürgerverein hat in seiner Stellungnahme im Rahmen der Offenlage auf diese Kritikpunkte hingewiesen und ihre Korrektur eingefordert, sonst bliebe das Projekt Stückwerk und wäre eine Verschwendung von Steuergeldern. Die Stadt Köln hat inzwischen schriftlich zugesichert, dass die Planung nachgebessert und diese Mängel behoben werden.
Bleibt zu wünschen, dass bald mit der notwendigen Umgestaltung bzw. dem Neubau der Knotenpunkte begonnen wird.
 

 

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