Verkehr

Neue Ideen für die Stolberger Straße

Text: Peter Gwiasda

Foto, Pläne: Planungsbüro VIA EG

Baitrag aus BlickPunkt 20

 

Mit dem Anschluss der Stolberger Straße an den neuen Militärring sind im Bereich zwischen Maarweg und Eupener Straße auf der Stolberger Straße Verkehrszunahmen von 10 bis 15 Prozent zu erwarten. Andererseits fehlen Radverkehrsanlagen und Überquerungshilfen im Zuge der breiten und zu schnell befahrbaren Straße. Ein weiteres Problem sind die wartenden Lkw zwischen Bahnübergang und Eupener Straße sowie der Bringeverkehr an der Europaschule Geilenkirchener Straße. 

Durchgehender Mittelstreifen ist wahlweise als Überquerungshilfe oder Aufstellfläche zu nutzen.

Auf Grund der skizzierten Probleme wurde das Planungsbüro VIA von der Interessengemeinschaft Braunsfelder Bürger (IGBB) beauftragt, Lösungen zu skizzieren. In einer Ortsbegehung mit Mitgliedern der IGBB und des Bürgervereins Köln-Müngersdorf wurden Grundideen für den Straßenabschnitt entwickelt.


Breite Fahrbahn – Raum für Neugestaltung
Mit der fast durchgängigen Allee und der insgesamt recht einheitlichen Gestaltung wirkt die Stolberger Straße als verbindendes Element. Probleme ergeben sich durch die zwölf Meter breite Fahrbahn, da hier zu schnell gefahren wird und die Überquerung für mobilitätsbehinderte Personen fast unmöglich ist. Da die Gehwege und Parkstän-de ausreichend breit sind, war es naheliegend, die Fahrbahn auf der ganzen Länge neu aufzuteilen.
Kernelement zur Führung des Radverkehrs ist der Schutzstreifen, der für Straßen dieser Belastungsklasse die geeignete Führungsform ist. Mit einer Breite von 1,25 m wird dieser durch einen Sicherheitsabstand von 50 cm zu den parkenden Fahrzeugen ergänzt. Das bietet Schutz vor sich öffnenden Autotüren. Der Schutzstreifen darf zwar im Ausnahmefall befahren werden, da die angrenzende Kernfahrbahn aber 3,00 m breit ist, wird dies kaum erforderlich sein.
In der Mitte der Fahrbahn ist Platz für einen „multifunktionalen“ Mittelstreifen, der überwiegend als Überquerungshilfe dient. Wo es erforderlich ist, kann er auch als Aufstellfläche für Linksabbieger dienen. Durch die optisch gegliederte Fahrbahn wird bereits eine spürbare Geschwindigkeitsreduzierung erreicht. Ziel muss es sein, die dort zulässigen 50 km/h einzuhalten.


Mittelstreifen für wartende LKW
Zwischen Bahnübergang und Eupener Straße verhindern heute am Rand wartende Lkw eine sichere Führung des Radverkehrs. Die LKW warten auf ihre Be- bzw. Entladung bei der Firma Böttcher, die auf ihrem Gelände über keine Wartepositionen verfügt. So lag die Idee nahe, die Wartepositionen in die Mitte auf den Mittelstreifen zu verlegen, der zu diesem Zweck um 50 cm auf 3,00 m verbreitert werden muss. Auf diese Weise werden die Randbereiche der Straße für einen Fahrrad-Schutzstreifen frei.
Der Vorschlag fand im Rahmenplanungsbeirat und auch  bei der Firma Böttcher positive Resonanz und wird durch das Amt für Straßen und Verkehrstechnik geprüft.


Verbesserter Hol- und Bringeverkehr
Eine weitere „Sonderanwendung“ des Mittelstreifens ist die Schaffung einer Wendemöglichkeit in Höhe der Geilenkirchener Straße. Diese ermöglicht das Anfahren an die Stellplätze für den Hol- und Bringeverkehr im Zuge der Stolberger Straße. Das Einfahren der „Elterntaxen“ in die Geilenkirchener Straße könnte dann vermieden und so die Sicherheit der mit dem Rad und zu Fuß kommenden Kinder erhöhen.


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